Kosten

Das Verfahren ist für Sie kostenfrei. Nur die eigenen Auslagen für Porto, Fax und Telefon tragen Sie selbst. Gleiches gilt für das Rechtsanwaltshonorar, falls Sie sich von einem Rechtsanwalt vertreten lassen.

 

Private Krankenversicherungsunternehmen

Der Ombudsmann Private Kranken- und Pflegeversicherung kann Ihr Anliegen nur bearbeiten, wenn es sich um eine Meinungsverschiedenheit auf dem Gebiet der privaten Krankenversicherung oder der privaten Pflegepflichtversicherung handelt. Hier finden Sie eine Liste aller Krankenversicherungsunternehmen, die sich dem Ombudsmannverfahren angeschlossen haben. Sollten Sie bei der Postbeamtenkrankenkasse (PBeaKK) oder der Krankenversorgung der Bundesbahnbeamten (KVB) versichert sein, kann der Ombudsmann ausschließlich Beschwerden annehmen, die sich auf die Pflegepflichtversicherung beziehen.

 

Der Ombudsmann Private Kranken- und Pflegeversicherung ist keine Allgemeine Verbraucherschlichtungsstelle im Sinne des § 4 Absatz 2 Satz 2 oder 3 des Verbraucherstreitbeilegungsgesetzes.

 

Andere Versicherungszweige

Sollten Sie eine Beschwerde für den Bereich anderer privater Versicherungen (z. B. Sach- oder Lebensversicherungen) vortragen wollen, wenden Sie sich bitte an den dafür zuständigen Versicherungsombudsmann.

 

Gesetzliche Krankenversicherung

Wenn Sie in einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind, kann der Ombudsmann Ihr Anliegen nicht bearbeiten. Das gilt auch für den Fall einer freiwilligen Versicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung. Bei Problemen im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung können Sie sich an das Bundesversicherungsamt wenden.

 

Beihilfe

Soweit Sie beihilfeberechtigt sind, kann der Ombudsmann nicht tätig werden im Hinblick auf eine Entscheidung der Beihilfestelle, durch die Sie sich beeinträchtig fühlen. Bitte wenden Sie sich in diesem Fall an die in Ihrem Beihilfebescheid angegebene Widerspruchsbehörde.

 

Streit mit Behandlern

Der Ombudsmann Private Kranken- und Pflegeversicherung kann nicht tätig werden, wenn Sie eine Meinungsverschiedenheit mit Ihrem Behandler (Arzt, Physiotherapeut etc.) haben. In diesen Fällen können Sie sich an den Patientenbeauftragten der Bundesregierung wenden.

 

Vorherige Geltendmachung beim Versicherungsunternehmen

Bevor Sie sich an den Ombudsmann wenden, machen Sie bitte Ihr Anliegen bei Ihrem Versicherungsunternehmen geltend. Ohne diese Voraussetzung wird die Bearbeitung Ihrer Beschwerde beim Ombudsmann abgelehnt.

 

Bearbeitungsdauer

Die durchschnittliche Verfahrensdauer beträgt ca. vier Monate. Insbesondere eilbedürftige Fälle werden schneller abgeschlossen.

 

Mindestbearbeitungsdauer

Bitte beachten Sie aber auch, dass die Mindestbeschwerdedauer bei etwa sechs Wochen liegt. Das liegt daran, dass Ihr Versicherungsunternehmen immer zu einer Stellungnahme aufgefordert wird. Denn in einem Schlichtungsverfahren müssen beide Seiten gehört werden. Aufgrund dieser Mindestbearbeitungszeit kann der Ombudsmann beispielsweise nicht helfen, wenn es Ihnen darum geht, eine Zusage zu einem Krankenhausaufenthalt in naher Zukunft zu erhalten.

 

Abschluss Ihrer Beschwerde

Wenn Ihre Beschwerde bearbeitet worden ist, teilt der Ombudsmann Ihnen das Ergebnis schriftlich mit. Das Ergebnis ist für die beteiligten nicht bindend. Folgende Ergebnisse sind möglich:

 

  1. Der Ombudsmann kommt zu dem Schluss, dass das Verhalten Ihres Versicherers rechtlich nicht zu beanstanden ist. In diesem Fall erklärt er Ihnen, warum das der Fall ist und was Sie gegebenenfalls sonst noch tun können.
  2. Ihr Versicherer kommt Ihnen im Rahmen dieses Verfahrens vollständig entgegen. Der Ombudsmann teilt Ihnen das Ergebnis mit.
  3. Wenn der Ombudsmann eine anderen Lösungsansatz als Ihr Versicherer vertritt oder Ihrem Anliegen nur teilweise abgeholfen wird, unterbreitet der Ombudsmann einen Schlichtungsvorschlag. Den Schlichtungsvorschlag einschließlich der Begründung übermittelt der Ombudsmann den Parteien in Textform und gibt Gelegenheit, den Vorschlag anzunehmen. In diesem Fall kommt es zu einer Einigung zwischen den Parteien im Rahmen des Ombudsmannverfahrens. Andernfalls stellt der Ombudsmann fest, dass die Parteien sich im Schlichtungsverfahren nicht einigen konnten.